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|Ferropolis-Studie|
|Vorbemerkung| |1. Die strategische Bedeutung...|
|2. Grundlagen für die Entwicklung...|
|3. Die Stufen der Entwicklung...|
|4. Die Frage der Übertragbarkeit...|
|5. Der Ausblick:
Vision, Wertung|
|Anhang| |
Ferropolis – Studie:
Vorbemerkung
Im Auftrage der LMBV -
Dr. Harald Kegler
Diese Studie will den Weg eines der wohl außergewöhnlichsten
Projektes der Lausitzer und Mitteldeutschen
Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) bei der Sanierung
eines Tagebaus nachzeichnen, Erfahrungen dokumentieren,
Stationen markieren und Verallgemeinerungsfähiges
herausdestillieren.
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Dabei kann nur ein Gesamtbild gezeichnet
werden, das auf viele Einzelheiten verzichten muss, handelt es sich
doch um einen Zeitraum von 13 Jahren – von der Idee bis zur
Einleitung der letzten Ausbaustufe der „Stadt aus Eisen“. Deshalb
soll diese essayistische Studie auch ein „Lesebuch“ sein, in welchem
auch Dokumente, Pressebeiträge und weiterführende Literatur in einem
umfänglichen Anhang aufgeführt sind und zu weiterer
Auseinandersetzung mit Ferropolis anregen.
Natürlich wird Geschichte, werden Projekte von jeweils konkreten
Personen gemacht. Deren Handeln hat Ferropolis ermöglicht – auf
allen Ebenen der Projektentwicklung. Einige sind noch „im Dienst“,
andere im Ruhestand oder an anderen Orten. Doch die Entwicklung
dieses ungewöhnlichen Projektes verbindet sie alle. Es ist auch die
Gewissheit, dass mit diesem Projekt für die Region im ehemaligen
mitteldeutschen Bergbaurevier bei Gräfenhainichen ein
Hoffnungsträger geboren wurde – was wäre, wenn Ferropolis nicht
gebaut worden wäre? Es hätte eine Entwicklung wie überall gegeben:
Abriss, Brache, „blühende Landschaft“, bestenfalls ein Strand am See
mit Würstchenstand. Die Bergbauregion wäre in der Unkenntlichkeit
versunken, Abwanderung und Arbeitslosigkeit wären ohne Alternative
gewesen, denn die Ansiedlung neuer großer Industrien von Außen hätte
gerade hier nicht stattgefunden – was ja auch, trotz der zahlreichen
Bemühungen, nicht geschehen ist. Die Fülle an Seen der
Bergbaufolgelandschaft im mitteldeutschen Raum hätte keine besondere
Entwicklung in diesem Teil des ehemaligen mitteldeutschen
Bergbaureviers hervorgebracht . Der See im früheren Tagebau
Golpa-Nord wäre lediglich einer von vielen gewesen. Dass seit dem
Richtfest von Ferropolis 1997 mehr als eine halbe Million Menschen
diesen Ort besucht haben, wäre ansonsten undenkbar geblieben.
Ferropolis hat die Region im Landkreis Wittenberg national und z. T.
auch international bekannt gemacht. Es ist eine Chance eröffnet
worden – es kommt nun darauf an, diese konsequent zu nutzen.
Dabei war Ferropolis keineswegs unumstritten, stellte es doch ein
gewisses Risiko dar. Die langfristige ökonomische Tragfähigkeit war
keineswegs 100%ig garantiert und Kritiker wiesen oft auf diesen
Umstand hin. Aber: der Wille, aus der Krise einen Ausweg finden zu
wollen, hat die Akteure immer wieder das Projekt vorantreiben
lassen. Auch dafür soll diese Studie ein Dokument sein. Vielleicht
gelingt es, aus dieser Studie eine Festschrift für den 10. Jahrestag
der Stadtgründung am 14. Dezember 2005 werden zu lassen. Die LMBV
hat die Grundlagenarbeit geleistet, nun müssen die
Trägergesellschaft, Vereine oder andere Initiativen den Staffelstab
übernehmen.
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